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1982-2017

Juni 27th, 2017

8 Fotos auf Spiegel online, jeweils alle fĂŒnf Jahre aufgenommen. Ach was, seht selbst:

http://www.spiegel.de/fotostrecke/usa-freunde-fotografieren-sich-alle-fuenf-jahre-fotostrecke-148956.html

Die polnische Ostsee war uns ja bereits von der „Frischen Nehrung“ und Danzig bekannt, jetzt ging also in den fast westlichsten Teil, den Polen zu bieten hat, Miedzyzdroje, aka Misdroy. Die Unterkunft war im großen und ganzen so wie gebucht, die Bilder der Webseite natĂŒrlich aufpoliert, auf einem das NachbargebĂ€ude mit Software entfernt. Gut, die Zimmer waren sehr hellhörig, man konnte schon erkennen, ob er oder sie im Nachbarzimmer das Bad benutzte, die Details erspare ich Euch. Das Bad insgesamt etwas eng geschnitten, Balkon oder Terrasse gab es nicht, war aber auch nicht Bestandteil des Angebotes. Parksituation war wochenends angespannt, KĂŒche enthielt die Basics, einen Schneebesen bekamen wir auf Nachfrage dazu. Alles noch ok, nochmal wĂŒrde ich allerdings hier nicht hinfahren.

Die Menschen werden unterschieden zwischen den Eingeborenen, die hier leben und arbeiten und den letnicy (also den Sommerleuten, die nur zum Urlaub da sind). Von letzteres kommt ein betrÀchtlicher Anteil aus Deutschland. Alle waren sehr freundlich, am GesprÀch interessiert. Mehrfach passiert es mir, dass meine drei, und viel mehr sind es wirklich nicht, Brocken polnisch gelobt werden und ich das auch verstehe. Smalltalk klappt ganz gut, aber am Telefon wirds dann schon schwierig.

Die Natur: Großartig, liegt bestimmt auch etwas an der Jahreszeit, es ist Anfang Juni, alles ist grĂŒn. Die Natur explodiert geradezu vor Wachstum. Die WĂ€lder mit ihren Kiefern, Buchen und Eichen sind wirklich ein Traum. Wir halten es wie immer, fahren einen Tag mit dem Rad, den anderen gehen wir mit Rucksack und Wanderschuhen. Am Strand kann man letztere ausziehen. Zur Natur gehören aber auch Dinge, die hier vor 70 Jahren in die KĂŒste hineinbetoniert worden sind, Bunker, Verteidigungsanlagen mit allen möglichen HilfsgebĂ€uden. Abschussrampen fĂŒr die V3-Kanone. Da steht soviel Beton, da wĂŒrde man die komplette KĂŒste wegsprengen, wenn man das rĂŒckbauen möchte. Das ist kaum zu glauben. Also lĂ€sst man es lieber stehen und wartet darauf, dass sich die Natur einen Teil wieder zurĂŒckholt, das ist voll im Gange. Den anderen Teil kann man ausstellen und Besucher reinschicken, so hat man ein paar ArbeitsplĂ€tze. Ja, dass hier einmal alles deutsch war, sieht man im kleinsten Dorf, wenn am sklep spozywczy der gemalte Schriftzug Kolonialwarenladen noch sichtbar ist.
Durch Miedzyzdroje geht im ĂŒbrigen auch ein Teil des Jakobsweges. Er ist sehr deutlich an der Jakobsmuschel zu erkennen. Wir sind auf dem Weg nach Swinoujscie ein paar Kilometer dem Zeichen gefolgt.

Auch Natur: Wer die Straßen verlĂ€sst und in den Wald geht, womöglich noch ein paar sumpfige Wege begeht/befĂ€hrt, so wie heute auf dem roten Szlak zwischen Miedzyzdroje und Lunowo, der sprĂŒht oder reibt sich besser mit Autan ein. Dann bleiben wenigstens die Moskitos (komary) von einem fern, gegen Pferdebremsen hilft das leider nicht, die muss man erschlagen, wenn man Zeit hat und nicht lenken muss.

Der Tourismus: Hier in Miedzyzdroje hat man sich ziemlich auf Massentoruismus eingestellt, man muss den Ort tagsĂŒber nicht verlassen. Da wechseln sich kleine Spielhallen ab mit normalen Eisdielen, WaffelbĂ€ckereinen und diesen Softeisautomaten, in der NĂ€he der Mole auch noch mit Cafes. Man braucht nichts mehr mitzubringen, es gibt alles fĂŒr den Strand zu kaufen. Der Fisch am Ende der Strandpromenade war allerdings lecker und einen echten Ausfall bei einem der Lokale konnten wir nicht feststellen. Will man mit Metallbesteck speisen, sollte man sich das mitbringen, so wie wir. Ansonsten gibts dort Plastik. Mit Einbruch der DĂ€mmerung wird der Ort/die Kurpromenade von einer Rotte Wildschweine heimgesucht, die wĂŒhlen die MĂŒlltonnen durch und veranstalten einen ziemlichen Dreck. Da passierte nichts, aber die Saison hat ja auch noch nicht richtig begonnen.

Der Strand ist groß und schön, manchmal am Wasser etwas gemĂŒsig. Nachmittags am Strand waren wir nur am letzten Tag, im Wasser war nur meine Frau, ich lag lieber im Schatten und habe gechillt. Wenn Wind ist kann man super den latawiec aka kite fliegen lassen. Ob Wind da ist, kann man auch gut in der Webcam sehen, den spĂ€ter dort fliegenden Drachen natĂŒrlich auch. Einige Kitesurfer gab es auch zu sehen, die waren aber etwas weiter entfernt, so dass man keine Details erkennen konnte. Eine Kiteschule gibts aber auch hier.

Der Weg nach Swinoujscie fĂŒhrte ein StĂŒck weit ĂŒber den Jakobsweg.

Die Kette war eh an der Verschleißgrenze, nach dem Urlaub wird alles getauscht.

Chillen am See.

Sonnenuntergang am Strand.

WĂŒrden wir wiederkommen? Also ich glaube, nach Miedzyzdroje eher nicht, nach Swinoujscie schon, da waren wir am 1. Juni, mit den RĂ€dern, das hat uns etwas besser gefallen. Aber die OstseekĂŒste ist lang und wir haben lĂ€ngst noch nicht alles besucht.

Wiesbaden wieder letzter

Mai 22nd, 2017

Damit hÀtte wirklich keiner gerechnet:

https://sensor-wiesbaden.de/fahrradklimatest-wiesbaden-verteidigt-letzten-platz-und-bleibt-fahrradunfreundlichste-stadt-deutschlands/

Das kann man Àndern, wenn man es möchte.

Ich bin heute mit dem Fahrrad auf dem Weg nach Hause und halte wie meistens am Schlangenbrunnen in Schlangenbad. Es ist ca. 18 Uhr. Ein Ă€lterer Mann, um die 75 fĂŒllt gerade Wasserflaschen ab, ca. ein Dutzend 3-Liter GefĂ€ĂŸe stehen noch links vor dem Brunnen. Die Frau (oder Freundin) des Herrn, etwa gleich alt, schleppt weitere Kanister aus dem Kofferraum an, der Wagen ist oben in der Innenseite der Kurve im Halteverbot abgestellt. Ihr ahnt schon, was passieren wird. Ich also oben vor der Treppe das Rad abgestellt und die 12 Stufen runtergegangen, meine 0,5l-PET-Flasche schon in der Hand, den Verschluss in der anderen Hand. Ich sage laut und deutlich: „Guten Tag“ und steige links an den Kanistern vorbei und stelle mich neben den Mann. Der zieht seinen Wasserkasten zur Seite und lĂ€sst mich die Flasche fĂŒllen. Ich sage Danke und fange an zu trinken, ich war bereits 2km vor Georgenborn ohne Wasser unterwegs. Durst! Dann kommt die Frau dazu, wie gesagt, es ist bereits alles gelaufen, sagt zu ihrem Mann: „Heutzutage fragt keiner mehr. Er hĂ€tte ja fragen können, das macht man ja auch nicht, dass man einfach so ĂŒber die Kanister steigt.“ Der Mann bejaht dieses unflĂ€tige Benehmen mit ein paar zustimmenden Worten, die mir nicht mehr ganz gelĂ€ufig sind. Ich frage die Frau, ob die beiden sich gerade ĂŒber mich unterhalten. Sie bejaht. Ich frage weiter, ob ihr da nichts auffĂ€llt, sie beschwert sich gerade ĂŒber mangelnde direkte Ansprache, spricht aber selbst nur ĂŒber mich, anstatt mit mir. Ich sage der Frau, dass sie jetzt nicht mehr einmischen muss. Es sei alles geregelt, ich habe laut und deutlich „Guten Tag“ gesagt, dem Herrn war sofort klar, hier kommt einer mit Durst, er macht mal eben fĂŒr 5 Sekunden die Zapfstelle frei, getreu dem Motto an deutschen Brunnen, „Sofortverzehr geht vor“. Alles erledigt. Gibt nichts mehr zu keifen. Die beiden Damen auf der Raucherbank, 5m weiter haben mir beide die Daumen hoch gezeigt. Verbitterte alte Menschen. Die hier waren von der Kategorie Privatpatient, aber die Baustelle mache ich ein anderes Mal auf. ok

Der Wettkampf in Wiesbaden am 2.7.2017 muss dieses Jahr ohne mich auskommen. Ich bin dagegen, dass bei einem Wettkampf Pedelecs erlaubt werden. Diese FahrrĂ€der haben sicher ihre Berechtigung, um weniger zu schwitzen, wenn man zur Arbeit fĂ€hrt, und etwas schneller zu sein, fĂŒr Leute nach einem Herzinfarkt oder um ĂŒberhaupt in den Sport reinzukommen. Aber bei einem Wettkampf haben sie meines Erachtens nichts verloren. Dann wĂ€ren wir nĂ€mlich beim Motorsport. Genausowenig haben Pedelecs und die stĂ€rkere Variante bis 40km/h etwas in den Alpen verloren, wo völlig ungeĂŒbte Menschen nur aufgrund der elektrischen UnterstĂŒtzung in Regionen vordringen, in die sie vorher nur mit dem Sessellift gekommen sind. Nur hier gibt es keine Lifte mehr. Hier wird dann die Bergrettung benötigt.

Dass das niemanden juckt ob ich mitfahre oder nicht ist mir schon klar, aber vielleicht gibts ja noch mehr, die das stört. Ich kann Alex Voos verstehen, der braucht die Kohle. Wir werden sehen, wie die Resonanz ist.

Seit 2 Wochen haben wir das Rotlicht in Betrieb. Zugegeben, ich habe mich lange gestrĂ€ubt, 90 EUR fĂŒr EIN RĂŒcklicht auszugeben, aber ich hĂ€nge sehr am Leben und noch mehr an dem meiner Frau. Und da man hinten keine Augen hat und man nicht zu 100 Prozent auf Waldwegen unterwegs sein kann, war es Ende MĂ€rz soweit und ich habe zwei der Lichter bestellt. Und gleich nach der ersten Fahrt habe ich alle anderen bisher vorhandenen RĂŒcklichter abmontiert, die Akkus entnommen und verschrottet. Man braucht sonst nichts mehr. Das Rotlicht leuchtet in der schwĂ€chsten Stufe ĂŒber 30 Stunden und solange ist selbst von EUCH keiner unterwegs. Und tagsĂŒber wirkt es als Bremslicht. Die Helligkeit ist verblĂŒffend. Probierts einfach mal aus. Hier bitte

Eberhard Langlotz (1942-2017)

MĂ€rz 25th, 2017

Eberhard Manfred Langlotz, geb. 9.1.1942, mein Patenonkel, ist am 16.3.2017 morgens um 04:51 im Klinikum Dachau verstorben.

Eberhard war verwitwet, seine Frau Kriemhilde starb bereits 1974, am Rosenmontag im Alter von nur 29 Jahren. Sein einziger Sohn Erik, geb. 31.12.1967 starb am 27.11.1984 kurz vor seinem 17. Geburtstag bei einem Motorradunfall. Er hinterlĂ€sst eine jĂŒngere Schwester, Annerose (*1943), unsere Mutter.

Eberhard verließ das Saarland 1987 Richtung Dachau und wurde dort glĂŒcklich. Deswegen soll er auch dort begraben werden. Die Urnenbestattung auf dem Dachauer Friedhof hat im April stattgefunden. ER hat ein anonymes Grab bekommen.

Blogbetreiber und sein Patenonkel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die selben Personen fast 50 Jahre spÀter

Lidia juz nie zyje

Februar 12th, 2017

Als ich am Freitagabend dem 3.2.2017 von der Big-Band-Probe nach Hause gefahren bin ahnte ich noch gar nichts. Der Weg fĂŒhrte ĂŒber die L3037 also ĂŒber die „hohe Wurzel“ am Taunus-Wunderland vorbei, wie meistens in der letzten Zeit. Dort befand sich um diese Zeit ein Warnhinweis „Ölspur“ und die Straße war rot vom Bindemittel. Erst ĂŒber eine Woche spĂ€ter erfĂ€hrt meine Frau zufĂ€llig, dass unsere Freundin und Trainerin Lidia es war, die dort in ihrem Wagen ums Leben gekommen ist. Wir sind fassungslos.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Machs gut Lidia!

Nachricht fĂŒr die GehĂ€use-Designer bei AVM:

Was reitet Euch eigentlich, bei jeder neuen Fritzbox andere LochabstĂ€nde fĂŒr die beiden AufhĂ€ngeschrauben auszuwĂ€hlen? Die 7270 hatte 10cm, die 7390 etwa 17cm, die 7490 kommt mit 19,5cm Lochabstand daher. Glaubt ihr wirklich, ich habe sonst nichts zu tun, als stĂ€ndig neue Löcher zu bohren? Kann man sich da mal auf ein Maß einigen?

Internetradio vom Feinsten

Oktober 1st, 2016

Meine bevorzugte Internetradiostation derzeit heisst RMF (Radio Muzyka Fakty, zu deutsch Radio Musik Fakten) und sendet alle Genres die man so braucht. Im Browser geöffnet kommt kaum Werbung, die diversen Genres sind auch bei radio.de der App fĂŒrs Smartphone einstellbar, dann allerdings mit deutscher Werbung vorgeschaltet. Man sucht dann gleich nach RMF STYL oder RMF Cuba etc. Um Im Browser eine andere Musikrichtung auszuwĂ€hlen klickt man im roten Fenster auf „wszystkie“ (alles) und sucht sich dann aus den 80 verfĂŒgbaren Angeboten etwas aus. STYL sendet zu HĂ€lfte Mainstream. Cuba spanisch, Club und Jazz braucht man nicht zu erklĂ€ren. FĂŒr alle Genres gibt es eine Playlist mit Plattencover. Im Viertelstundentakt wird die Station auf polnisch angesagt, to wszystko!

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